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Stellen Sie sich eine Hand vor, die das Haar zurückstreicht und einen Ohrring sichtbar werden lässt. Dahinter das Meer. So könnte eine Schmuckkampagne auf Ibiza beginnen. Eine schlichte Geste, und schon können Sie sich vorstellen, wie das Schmuckstück getragen wirkt: wie es sich bewegt, wie es das Licht einfängt und womit Sie es tragen würden.
Ein Schmuckstück zeigt sich in seinen Reflexen, ein Kleid auch darin, wie es fällt. Die Kamera kann uns diese Details näherbringen – oder sie übersehen lassen. Auf Ibiza haben wir beides gefilmt: die Stücke von Joyería Mellado in Between Sea and Skin und die Kollektionen auf dem ADLIB-Laufsteg. Wir schauen noch einmal auf diese Bilder: Was erzählt Bewegung, und wie bringen wir sie auf den Bildschirm?
Mellado: wenn das Meer Teil der Kampagne wird
In Between Sea and Skin, der Kampagne, die wir 2021 für Joyería Mellado realisiert haben, bildet das Mittelmeer den Rahmen für den Schmuck. Haut, Fels und das Blau des Wassers schaffen eine wiedererkennbare Umgebung, die mit Ibiza und der Identität des Schmuckstücks verbunden ist. Die Kampagne wurde für Online-Presse und Social Media konzipiert.
Between Sea and Skin · Joyería Mellado · Ibiza, 2021.
Der Titel gibt Ihnen einen Hinweis: zwischen Meer und Haut. Ein Schmuckstück verändert sich, wenn jemand es trägt. Sie können es nun mit einer Geste, einem Kleidungsstil oder einer Tageszeit verbinden. Beim Filmen wählen wir, wie viel von dieser Umgebung ins Bild kommt und wann wir näher herangehen, damit Sie das Stück genauer betrachten können.
Achten Sie auf die Reflexe. Ein Lichtreflex kann über das Metall wandern und seine Form sichtbar machen; zu viel Glanz kann die handwerkliche Arbeit am Schmuckstück verdecken. Manchmal reicht es, die Hand ein wenig zu bewegen, um den Unterschied zu erkennen. Wenn Sie das Stück entworfen haben, möchten Sie dessen Verarbeitung wiedererkennen. Wenn Sie hinter der Kamera stehen, müssen Sie dem Schmuckstück Licht und Zeit geben, damit seine Verarbeitung sichtbar wird.
ADLIB: was ein Kleid in Bewegung erzählt
Für ADLIB Ibiza – Pasarela 2022 produzierten wir die audiovisuelle Berichterstattung für den Consell d’Eivissa. Die Modenschau und das Geschehen hinter den Kulissen gehörten zur selben Geschichte. Der Film brachte dem Publikum sowohl die Entwürfe als auch die Energie ihrer Präsentation näher.
Bei jener Ausgabe präsentierte Elisa Pomar die Schmuckstücke von Hijas pródigas de Ibiza. Ivanna Mestres ließ sich für Bailando con medusas von der Meereswelt inspirieren, und Tony Bonet brachte die Brautkollektion Yo fémina auf den Laufsteg. Durch die Kamera betrachtet werfen sie unterschiedliche Fragen auf: Wie lässt sich der Glanz eines Schmuckstücks einfangen, wie die Bewegung eines Stoffes begleiten, wann sollte die ganze Silhouette zu sehen sein?
ADLIB Ibiza · Modenschau 2022 · Filmproduktion für den Consell d’Eivissa.
Ein Kleid verändert sich beim Gehen. Der Stoff fällt, öffnet sich in einer Drehung und legt sich wieder an den Körper. Für die Person, die es entworfen hat, gehört diese Bewegung zum Kleidungsstück. Die Kamera muss ihr folgen: Ein zu enger Ausschnitt verliert die Silhouette; ein zu früher Schnitt lässt uns nicht mehr sehen, wie der Stoff zur Ruhe kommt.
Hinter den Kulissen verändert sich der Maßstab: Hände, die etwas zurechtrücken, Blicke vor dem Auftritt, Details, die vom Publikum aus kaum zu erkennen sind. Wenn diese Vorbereitung im Film ihren Platz bekommt, wird die Kollektion mit den Menschen dahinter verbunden. Der Laufsteg zeigt das Ergebnis; backstage wird das Handwerk sichtbar.
Fashionfilm: sich ein Leben rund um die Kollektion vorstellen
Stellen Sie sich vor, wo Sie diese Kollektion tragen würden: beim Zusammensitzen nach dem Essen am Meer, zu Beginn eines Abends, bei einer Auszeit. Ein Fashionfilm kann dort ansetzen. Wir können ihm eine Geschichte geben, entscheiden, wer sie erlebt, und Musik finden, die uns diesem Moment näherbringt. Bevor wir festlegen, wie der Film aussehen wird, sollten wir darüber sprechen, was Ihr Publikum dabei empfinden soll.
Auf dem Laufsteg hingegen gibt die Show den Takt vor. Die Kamera muss vorausschauend arbeiten: Wir können nicht darum bitten, einen Auftritt zu wiederholen, weil uns eine Einstellung fehlt. Wir können das Geschehen mit einem filmischen Blick erzählen, arbeiten aber mit einem realen Ereignis. Dieser Unterschied hilft Ihnen zu entscheiden, was Sie brauchen: einen Film für die Kampagne, die audiovisuelle Berichterstattung über die Präsentation oder beides.
Bei SIMOF in Sevilla verbinden wir Laufstegaufnahmen, Interviews und die Atmosphäre vor Ort zu täglichen Rückblicken. Die Stimmen der Beteiligten ergänzen dabei, was die Show allein nicht erzählen kann. Im verlinkten Beitrag erklären wir, wie wir diese Begleitung organisieren.
Ein Boot, eine Straße, ein Haus am Meer
Wenn Sie eine Mode- und Luxuskampagne auf Ibiza planen, haben Sie vielleicht schon einige dieser Bilder im Kopf. Auf dem Deck eines Bootes können wir das Gefühl einer Auszeit vermitteln; neben einem Auto eine Ankunft oder eine Begegnung erzählen. In einem Haus mit Blick aufs Meer können wir einen intimeren Moment einfangen. Das sind Möglichkeiten, eine Szene aufzubauen. Interessant ist, was sie Ihrer Kollektion hinzufügen können.

Zurück zum Kleid auf diesem Deck. Sollen wir sehen, wie der Wind es bewegt, oder auf seinen Schnitt achten? Vielleicht brauchen wir beide Einstellungen, jede im passenden Moment. Ein Drehort kann spektakulär sein und dem Kleidungsstück trotzdem Raum lassen. Über dieses Gleichgewicht sollten wir nachdenken, bevor wir das Bild mit schönen Dingen füllen.
Die Produktion beginnt vor dem ersten Take
Im Freien kann eine Brise, die das Kleid schön bewegt, die Haare direkt vor den Ohrring wehen lassen. Das Licht, das uns am Meer gefällt, funktioniert auf dem Metall vielleicht nicht. Bei der Vorbereitung einer Filmproduktion auf den Balearen gehört all das zum selben Gespräch: Was möchten Sie zeigen, und was brauchen wir, um es zu drehen?
Wenn wir das letzte Licht des Nachmittags nutzen möchten, muss das Team schon vorher bereit sein. Zugang, Aufbau, Garderobe und Bewegungsproben brauchen Zeit. Wenn das Licht dann da ist, können wir uns auf die Szene konzentrieren. Dieser Teil der Arbeit bleibt weitgehend unsichtbar, sorgt aber dafür, dass das Geschehen vor der Kamera natürlich wirken kann.

Luxus heißt auch, zu wissen, wann es genug ist
Manche Bilder möchte man berühren. Man sieht die Struktur eines Stoffes, die Konturen des Metalls oder die Haut mit all ihren Nuancen. Wenn Sie auf diese Details in Ihrer Kollektion geachtet haben, möchten Sie sie auch im Film wiederfinden. Deshalb prüfen wir die Farbe sorgfältig: Ein wärmeres Bild kann wunderschön aussehen und trotzdem den Farbton eines Kleidungsstücks zu stark verändern.
Auch der Rhythmus zählt. Wenn eine Einstellung ein Detail entdecken lässt, braucht sie vielleicht ein paar Augenblicke mehr bis zum nächsten Schnitt. Die Musik kann diese Nähe begleiten oder ihr eine andere Energie geben. Kleine Entscheidungen verändern unsere Beziehung zum Bild: ein Stück betrachten, einer Geste folgen, am liebsten selbst dort sein.
Eine Anmerkung zur Farbe. Eine Pantone-Referenz hilft dabei, den Farbton einer Kollektion festzulegen. Beim Dreh helfen Farbtafeln und Kameratests zu prüfen, wie er aufgenommen wird. Es sind unterschiedliche Werkzeuge für dieselbe Frage: Erkennen wir das Kleidungsstück noch wieder?
Vom Mittelmeer aufs Smartphone

Auf dem Smartphone fehlt einem Kleid womöglich der Platz für eine ganze Drehung, während ein Schmuckstück aus dem Bild verschwinden kann. Deshalb entscheiden wir das Format vor dem Dreh: Wie viel Raum braucht die Silhouette, und welches Detail muss auch im kleinen Bild sichtbar bleiben? Wenn wir die Aufnahme in dieser Größe betrachten, sehen wir, ob die Kollektion noch das zeigt, was uns aus der Nähe aufgefallen ist.
Was soll von Ihrer Kollektion in Erinnerung bleiben?
Vielleicht haben Sie schon eine sehr klare Idee. Oder Sie haben bereits die Kollektion und überlegen noch, wie Sie sie präsentieren möchten. Wenn Sie eine Mode- oder Schmuckkampagne oder eine Modenschau auf Ibiza planen, erzählen Sie uns, was Ihnen vorschwebt. Wir können dort ansetzen: bei dem Stück, bei dem, was Ihnen daran gefällt, und bei dem Wunsch, es in Bewegung zu sehen.
